NRW-Fördergelder für moderne Beheizung:

             SOLAR-EISSPEICHER-HEIZUNG IM UHRENMUSEUM

Investitionen in erneuerbare Energien und energieeffiziente Technik lohnen sich, weil das Land NRW Haushalte, Kommunen und Unternehmen im Rahmen des Förderprogramms  progres.nrw-Markteinführung pro Jahr mit mehreren Millionen Euro finanziell unterstützt. Was sich mit dem Programm zu Beispiel umsetzen lässt, zeigt ein "Hausbesuch" der innovation & energie in Düsseldorf.

Bernd Deckert mag es gern antik: Fast 200 Jahre alt ist das Bauernhaus, das er und seine Frau in Düsseldorf bewohnen. Im neu erbauten Nebenhaus hat er ein Museum für betagte französische Peneluhren eingerichtet, die er in den letzten 35 Jahren gesammelt hat. Beim Thema Energie jedoch hat der 68-Jährige nichts für museumsreife Technologien übrig: "Als es darum ging, eine Heizung für das neue Haus auszusuchen, kamen für uns fossile Brennstoffe nicht infrage. Nach langer Recherche haben wir uns dann für eine Solar-Eisspeicher-Heizung entschieden, ein System, das damals recht neu auf dem Markt war", sagt Bernd Deckert. Das Prinzip: Ein Solarabsorber auf dem Dach des Carports entzieht der Umwelt Wärme - die dann über eine Wärmepumpe für die Beheizung der Wohnräume bereitgestellt wird. Der Eisspeicher - eine Zisterne mit 10.000Litern Wasser - lagert zusätzlich Solarenergie in Form von Wärme ein und fungiert somit als Pufferspeicher und zusätzliche Wärmequelle für die Wärmepumpe. In der kalten Jahreszeit entzieht die Pumpe dem Eisspeicher mitunter soviel Wärme, dass das Wasser langsam gefriert, wobei sogenannte Kristallisationsenergie frei wird - Energie, die dann wiederum für die Beheizung des Gebäudes nutzbar wird. " Da sich die Temperaturen hier in Düsseldorf im Winter häufig um den Gefrierpunkt bewegen, ist das System für unser Klima ideal", so Bernd Deckert.

Es sind innovative Technologien wie diese, die Energiewende und Klimaschutz in den privaten Haushalten Nordrhein-Westfalens nach vorne bringen - und werden daher auch vom Land NRW kräftig gefördert. Über 12 Millionen Euro stellt das Land Nordrhein-Westfalen pro Jahr über das Förderprogramm progres.nrw bereit, damit Privathaushalte, aber auch Kommunen und Unternehmen ihre ganz individuellew Energiewende vor Ort voranbringen können. So können sich Bürgerinnen und Bürger Zuschüsse etwa zu Pelletheizungen, Solar- und Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Energiespeichern oder für Geothermie-Bohrungen im Garten sichern - und können dafür auf Wunsch vom NRW-Klimaschutzministerium eine Plakette erhalten, die sie als vorbildliche Energiesparer NRW kenntlich macht.

"Die Fördergelder zu beantragen war insgesamt sehr unkompliziert", sagt Bernd Deckert, der von seiner Heizungsfirma auf das Programm aufmerksam gemacht worden war: Das notwendige Formular war mit wenigen Mausklicks auf der Internetseite der für progres.nrw zuständigen Bezirksregierung Arnsberg heruntergeladen, das Ausfüllen des knapp gehaltenen Formulars ging leicht von der Hand. " Wir haben sehr großen Wertmdarauf gelegt, die Hürden auf dem Weg zur Förderung so niedrig wie möglich zu halten", betont auch Dr. Andrea Hoppe, die im NRW-Klimaschutzministerium für proges.nrw-Markteinführung verantwortlich ist. " Wir freuen uns über jeden Antrag, denn das zeigt uns: Immer mehr Menschen in NRW entdecken die Themen Energiewende und Klimaschutz für sich und setzen entsprechende Maßnahmen um."

Und das ist auch kein Wunder, liegen die Vorteile doch auf der Hand: So machen sich Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zumeist nach einigen Jahren bezahlt, durch die Förderung des Landes geht es mit der Amortisation dann noch mal schneller - auch für Handwerksunternehmen ein gutes Argument, ihre Angebote in Sachen klimafreundliche Haustechnik an private Haushalte zu bringen. " Die Finanzierungshilfe durch das Land Nordrhein-Westfalen hat mir die Entscheidung noch mal sehr erleichtert, in den Eisspeicher zu investieren!, bestätigt auch Bernd Deckert, der rund zehn Prozent der Investitionskosten vom Land erstattet bekommen hat, in seinem Falls immerhin um die 20.000 Euro. Eine Menge gespartes Geld, mit dem er dann vielleicht noch die ein oder andere Uhr für sein Museum anschaffen kann.

 

Zu diesem Artikel über die Solar-Eisspeicher-Heizung möchte ich Folgendes ergänzen.

Es ist richtig, dass ich um die 20.000 Euro Förderung erhalten habe. Diese Summe bezieht sich aber nicht auf eine einzelne Heizungsanlage, sonder auf zwei Anlagen. In den Jahren 2013-2015 wurde der Neubau Bonifatiusstr.59 errichtet und bei dieser Gelegheit - die Baugrube für den Neubau und die Zisternen war offen - erhielten sowohl der Neubau mit 3 Zisternen als auch die beiden Altbauten Bonifatiusstr. 61 / 61A zusammen mit 2 Zisternen zwei unabhängig voneinander arbeitende Solar-Eisspeicher-Heizungen.

Wohlbemerkt: Fördergelder gab es nur für die Zisternen, nicht für die Wärmepumpen, Warmwasserspeicher, Fussbodenheizung etc.            Heute im Jahr 2026 gelten vollkommen andere Regeln.  Ich war leider mit der Entscheidung für Wärmepumpe in Verbindung mit einem Solar-Eisspeicher meiner Zeirt weit voraus, denn heute wäre die Förderung wahrscheinlich viel größer, da inzwischen selbst Wärmepumpen höher gefördert werden.      B.Deckert im September 2026

 

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